Internationale Tagung: Archäologie der Spezialeffekte (Basel)
Jan
27
to Jan 30

Internationale Tagung: Archäologie der Spezialeffekte (Basel)

Achtung Programmänderung!

Aktuelles Programm als PDF.

Zweite Internationale Jahrestagung des Sinergia-Projekts "Poetik und Ästhetik des Staunens" in Zusammenarbeit mit dem Modul  „Visualität der Barockoper“ des NFS "eikones – Bildkritik"

Konzeption: Nicola Gess, Natascha Adamowsky, Johannes Bartuschat, Hugues Marchal, Mireille Schnyder

Flyer & Programm:

Plakat zur Tagung:

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Nov
20
2:30 PM14:30

Vortrag Thibaud Martinetti

Thibaud Martinetti : « Du "merveilleux vrai" au sublime scientifique : Poétique de la découverte dans les Souvenirs entomologiques de Jean-Henri Fabre ».

Veranstaltung : Journées d’étude La Découverte scientifique dans les arts : persistance et mutation de la merveille du XIXe siècle à nos jours, Université Paris-Est Marne-La-Vallée

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Sep
4
to Sep 6

Scientifica 2015, Zürcher Wissenschaftstage: "Es werde Licht!"

Ohne Licht kein Staunen. Die Thematik des Lichts spielt in der Reflexion über das Staunen eine wichtige Rolle. Es sind Lichteffekte, wechselnde Beleuchtungen, neue Perspektivierungen, die das Auge staunen und erkennen lassen. Bedeutung des Staunens für Erkenntnis, Wissen und Imagination. Dabei wird die Lichtthematik durch die Zeit immer wieder fokussiert. Das Staunen wird schon in antiken und mittelalterlichen Texten als Moment vor dem Einsetzen des Nachdenkens und Reflektierens beschrieben und damit auch als Auslöser und Bedingung für Erkenntnis. Es wird gestaunt angesichts von Schönheit, Erhabenheit, vor dem Wunderbaren, dem Unerklärlichen und dem Heiligen, aber auch angesichts technischer Errungenschaften und Naturphänomenen. Im Hinblick auf das Rahmenthema der Scientifica bieten sich eine Vielzahl von Bezügen an. Nicht nur das Staunen über Licht und Lichtphänomene im künstlerischen, religiösen und naturkundlichen Bereich, sondern auch das Staunen als der Beginn eines Erkenntnisprozesses, der das vielbeschworene metaphorische Licht ins Dunkel bringt und nicht zuletzt das Staunen über das Staunen selbst.

Das Staunen schreibt sich in eine Wertediskussion ein und wird so zum Instrument von Wertsetzung, aber auch von sozialen und kulturellen Hierarchisierungen wird. Damit zeigt sich, wie sich der poetologische und ästhetische Staunensdiskurs auf kulturelle Semantiken und in höchstem Grad gesellschaftsprägende Diskurse hin öffnet und in seiner Relevanz für wissenschafts-, erziehungs-, sozial- sowie wirtschaftspolitische Interessen und Praktiken erkennbar wird. Damit wird die Untersuchung der Poetik und Ästhetik des Staunens auch um einen Beitrag zu der aktuellen Debatte zum Verhältnis von Wissen und Literatur sowie dem Selbstverständnis der Literatur in einer Wissensgesellschaft.

Das Sinergia-Projekt wird sich mit einem Stand und mit Vorträgen auf der Scientifica präsentieren.

 

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Mar
12
7:30 PM19:30

Vortrag Thibaud Martinetti

Thibaud Martinetti : « Quelle méthode appliquer à l’analyse des liens entre discours savant, "vulgarisation" et théologie naturelle au XVIIIe siècle ? »

Veranstaltung : Journée d’Ecole doctorale CUSO Littérature et sciences : un défi méthodologique ? Réflexion sur les problèmes relatifs à la transdisciplinarité, Université de Neuchâtel

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Mar
3
2:00 PM14:00

6. Lektüretreffen Augustinus und Petrarca

Petrarca:

Francesco Petrarca, Die Besteigung des Mont Ventoux, übersetzt von Kurt Steinmann (es gibt bei Reclam eine neuere deutsche Ausgabe sowie eine lateinisch-deutsche Ausgabe). - zur Beschaffung

(Die «Besteigung des Mont Ventoux» ist der Brief IV.1 aus den Familiaria des Petrarca, u.a. sind folgende Ausgabe zu empfehlen:

- Francesco Petrarca, Le Familiari, a.c. di Vittorio Rossi, vol. 1, Firenze 1968.

- Francesco Petrarca, Familiaria. Bücher der Vertraulichkeiten, hrsg. von Berthe Widmer, Berlin 2005.)

 

Augustinus:

- Ennaratio in psalmum XLI (siehe Anhang auf Lat. und Dt., Dt. Übersetzung setzt bei 467, 7 ein)

- De Genesi ad Litteram, 12. Buch, 14. Kapitel (22/23) (siehe Anhang franz.-lat. und dt.)

- Bekenntnisse: (siehe auch Anhang, Aufgrund der Dateigrösse alle Stellen ohne Vermerk nacheinander und ohne Kommentare)

Buch I (13,20 - 14,23)

Buch VII (10,16 / 16,22 - 19,25)

Buch VIII (1,1 - 6,15)

Buch IX (10,24)

Buch X (8,14 - 11,18 / 35,54 - 56)

Buch XI (9,11 / 13,15)

Buch XII (14,17)

 

Organisation: Selena Rhinisperger

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Jan
28
to Feb 1

Internationale Tagung: Staunen als Grenzphänomen, Zürich

(Abstract)

Staunen indiziert eine (noch) nicht kategorisierbare Fremdheit und konstituiert damit eine Grenze des Verstehens und Wissens. Im antiken philosophischen Diskurs bestimmt das Staunen (thaumazein) die Grenze zum Unwissen und ruft einen Schwindel der Verunsicherung hervor, aus dem heraus sich ein Begehren nach Wissen entwickeln kann. Es ist zugleich auch Ausdruck einer semantischen Leere vor dem Fremden, das sich dem Erfahrungswissen entzieht. Zugespitzt gesagt: Staunen ist Anfang der Philosophie und Anfang der Ethnologie (Schlesier). In dieser Funktion eines Moments der verunsichernden Re-Flexion auf die Begrenztheit des eigenen Bereichs (Wissen/Welt) und gleichzeitigen Öffnung des Blicks auf ein Neues, Anderes, Fremdes, das sich in diesem Blick erst(mals) figuriert, ist dem Staunen eine intrikate Ambivalenz inne. In der Erkenntnis der Grenze des Eigenen entsteht die Möglichkeit der Grenzüberschreitung. Damit konkretisiert sich im Staunen das Grundproblem menschlicher Episteme zwischen Gefährdung und notwendiger Aufgabe. Insofern wird Staunen zum Stimulus eines Begehrens nach Transgression, sei dies im Bereich des Wissens, als „kognitive Leidenschaft“, sei dies im Bereich der Macht als gewalttätiger Übergriff, als machtpolitische Transgression, sei dies im Bereich der Imagination als Überschreitungen der Realität in imaginäre Welten. Anderseits kann das Staunen auch zum Indiz einer Unfassbarkeit, einer absoluten Transzendenz werden. Hier ist das Staunen nicht mehr Stimulus eines Begehrens, sondern Ende jeden Begehrens, Ausdruck eines Zustands, in dem ein radikal anderes, nicht mehr an Körper und Verstand gebundenes Wissen sich ereignet. Staunen wird hier codiert als Moment einer Transzendenzerfahrung. Auf dem Hintergrund dieser Phänomene stellt sich dann auch die Frage, inwiefern Staunen im Kunstdiskurs zu einem Moment des lustvollen Verharrens auf den Grenzen der Wahrnehmung, des Wissens und der Erfahrung werden kann. Die je eigene Wertung des Staunens ist Produkt seiner diskursiven Instrumentalisierung (z.B. Gotteserkenntnis vs. Wissensneugier vs. Kunstbetrachtung vs. Exotikdiskurs im Kontext der Kolonialisierung) und einer historisch- semantischen Signifizierung.

Die Tagung hat zum Ziel, aus verschiedenen Disziplinen und im Blick auf verschiedene historische Zeiten die Aufmerksamkeit auf diesen Moment der Grenzerfahrung und Grenzziehung, der Neugier und Reflexion, der Erkenntnis und Blindheit zu lenken, um in gemeinsamer Diskussion diesen intrikaten Anfang von Denken, Erkennen, Sehen und Dichten genauer fassen zu können.

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