Poetik und Ästhetik des Staunens 

Ein Sinergia-Projekt des Schweizerischen Nationalfonds

Poétique et esthétique de l'étonnement 

Poetica e estetica della meraviglia 

Poetics and aesthetics of amazement

 

Sébastien Le Clerc, Caractères des passions, gravés sur les desseins de l'illustre Mons. Le Brun

Sébastien Le Clerc, Caractères des passions, gravés sur les desseins de l'illustre Mons. Le Brun

Staunen wird seit der Antike als zentrales Moment von Erkenntnisprozessen und Wissenskulturen gesehen, spielt aber auch in Überlegungen zur Kunst-Rezeption und Kunst-Wirkung eine wesentliche Rolle. Ziel des Projekts ist, im Moment des Staunens diese enge Verflechtung und gegenseitige Abhängigkeit von Wissenschaft und Dichtung, von experimenteller Forschung und Imagination, von Technik und Kunst herauszustellen. Dabei schlägt das Projekt einen Bogen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und berücksichtigt drei sprachlich-kulturell unterschiedliche, jedoch eng vernetzte Literaturen und Kunsttraditionen. 

Das ermöglicht einerseits, sich wandelnde Vorstellungen von dem, was Staunen ist, genau zu beobachten. Anderseits lässt sich verfolgen, wie "Staunen" - immer in der Spannung zwischen Erkenntnis und Erfindung gesehen - je nach kulturellen und historischen Kontexten in verschiedenen Deutungs- und Wertungssystemen eine Rolle spielt. 

Damit wird dieses Phänomen als ein neuralgischer Punkt menschlicher Kultur erkennbar. [zum Projektverbund]

 

Beteiligte Institutionen:

  • Deutsches Seminar, Universität Zürich, Prof. Dr. Mireille Schnyder
  • Deutsches Seminar, Universität Basel, Prof. Dr. Nicola Gess
  • Romanisches Seminar, Universität Zürich, Prof. Dr. Johannes Bartuschat
  • Institut d'Etudes françaises et francophones, Universität Basel, Prof. Dr. Hugues Marchal